
In der Glasproduktion ist eine präzise Temperaturregelung nicht nur von Vorteil – sie ist vielmehr entscheidend für die Qualität des Endprodukts. Ohne eine solche Steuerung entstehen unebene Glasplatten oder ganze Chargen, die als Schrott wegwerfen müssen. Beim Glazieren, Biegen oder Trocknen von Beschichtungen wirkt sich jede Abweichung in der Temperaturverteilung sofort aus: Es können optische Verzerrungen entstehen, das Glas wird ungleichmäßig geformt oder es entstehen thermische Spannungsrisse. Deshalb haben wir Quarzheizer mit Wolframfäden entwickelt, um diese Unregelmäßigkeiten auszugleichen und den Prozess von Schicht zu Schicht reproduzierbar zu halten.
Was wirklich wichtig ist
Quarzheizer mit Wolframfäden liefern kurzwelliges Infrarotlicht – mit schneller Reaktionszeit und präziser Temperaturregelung. In der Praxis erreicht man eine Temperatursteigerung von bis zu 15°C/s, sodass das Ofenprofil schnell auf den gewünschten Wert ankommt. In der beheizten Zone bleibt die Temperatur innerhalb von ±2%, wodurch es keine Unterschiede zwischen heißen und kalten Stellen gibt – dadurch entstehen keine unterschiedlichen Ausdehnungen im Glas. Die Leistdichte liegt bei 20–60 W/cm², was ausreicht, um den Prozess effektiv abzuschließen, ohne dass es zu Überhitzung kommt – dadurch werden die Beschichtungen geschützt und Energieverschwendung vermieden. Die Quarzhülle schützt den Heizer vor thermischen Schocks, und seine kompakte Bauweise eignet sich besonders für Maschinen, in denen konvektive Heizung nicht ausreicht.
Bei der Glasverarbeitung sind Zeit und Temperatur entscheidend. Beim Glazieren ist eine schnelle, gleichmäßige Erwärmung notwendig, damit das Glas die richtige Temperatur erreicht. Beim Biegen müssen Form und Glas dieselbe thermische Kurve folgen – sonst entstehen Wellen im Glas. Bei der Laminierung und Trocknung von Beschichtungen muss die Hitze stabil genug sein, damit der Polymer oder die Zwischenschichten nicht beschädigt werden. Diese Heizer verkürzen die Aufheizzeit, sorgen für eine stabile Temperaturverteilung und reduzieren somit Ausschuss durch ungleiche Ausdehnungen oder Spannungsrisse. Das Ergebnis ist eine höhere Produktivität mit weniger Nachbearbeitungen sowie geringere Energiekosten pro Quadratmeter – schließlich geht die Energie in das Glas und nicht in die umgebende Luft.
Hier sind einige wichtige Aspekte bezüglich der Anwendung dieser Heizer:
Da die Heizelemente sehr heiß werden, ist ein ausreichender Abstand zu den umliegenden Komponenten unerlässlich. Die Montage und der Abstand müssen so gewählt werden, dass der Luftstrom und die Strahlung ungehindert fließen können – sonst kann es zu Überhitzungen kommen.
Diese Heizer funktionieren am besten, wenn sie auf die Belastung sowie die Emissivität des Glases abgestimmt sind. Reflektierende Beschichtungen sowie Oberflächen mit niedriger Emissivität verändern die Wärmeaufnahme – daher muss die Steuerstrategie entsprechend angepasst werden.
Wenn man diesen Heizern saubere Energie zuführt und sie ordnungsgemäß schützt, erhalten sie eine lange Lebensdauer sowie planbare Wartungsintervalle.